Hinweis: Die Preisbereiche dienen als grobe Orientierung. Der tatsächliche Aufwand hängt unter anderem von Umfang, Funktionen, Inhalten, SEO und laufender Betreuung ab. Alle Preise außer Baukasten verstehen sich als typische einmalige Projektkosten.
Was kostet eine Website in Österreich?
Die Kosten für eine Website hängen stark davon ab, was du brauchst. Eine einfache Website mit wenigen Unterseiten ist etwas völlig anderes als eine durchdachte Unternehmenswebsite mit SEO-Struktur, Kontaktformularen, Textkonzept, Conversion-Elementen und laufender Betreuung.
Damit du besser einschätzen kannst, wo dein Projekt ungefähr liegt, schauen wir uns die typischen Varianten an.
1. Baukasten-Website: günstig, aber mit viel Eigenaufwand
Baukasten-Systeme wie Wix, Jimdo, Squarespace oder ähnliche Anbieter wirken auf den ersten Blick attraktiv. Du zahlst meist einen monatlichen Betrag und kannst dir die Website selbst zusammenbauen.
Typische Kosten:
- 0–50 € pro Monat
- eventuell zusätzliche Kosten für Domain, Premium-Funktionen oder E-Mail
- viel Eigenaufwand für Struktur, Texte, Bilder und Pflege
Vorteile:
- niedrige Einstiegskosten
- schnell startklar
- keine Programmierkenntnisse notwendig
Nachteile:
- du musst selbst wissen, wie eine gute Website aufgebaut ist
- SEO, Ladezeit, Struktur und Conversion werden oft unterschätzt
- viele Websites wirken austauschbar
- späterer Wechsel kann aufwendig werden
Kurz gesagt:
Eine Baukasten-Website kann sinnvoll sein, wenn du wirklich nur eine einfache Online-Visitenkarte brauchst: Name, Leistungen, Öffnungszeiten, Kontakt. Wenn deine Website aber aktiv neue Kunden bringen soll, wird es schnell schwieriger.
Denn das Problem ist selten das Tool. Das Problem ist, dass viele Unternehmer nicht wissen, welche Inhalte, Strukturen und Elemente eine Website braucht, damit sie wirklich funktioniert.
2. Einfacher Freelancer: günstig bis mittel, aber stark abhängig von der Person
Freelancer können eine gute Lösung sein, wenn du ein kleines Projekt hast und eine direkte Zusammenarbeit möchtest. Die Qualität hängt allerdings stark davon ab, welche Fähigkeiten die Person mitbringt.
Typische Kosten:
- 800–2.500 € einmalig für einfache Websites
- je nach Umfang, Erfahrung und technischer Umsetzung auch mehr
- laufende Betreuung oft separat
Vorteile:
- häufig günstiger als größere Agenturen
- persönliche Kommunikation
- flexible Umsetzung
- gut für kleinere Websites
Nachteile:
- Qualität und Leistungsumfang unterscheiden sich stark
- nicht jeder Freelancer deckt Design, Technik, SEO, Text und Strategie ab
- langfristige Betreuung ist nicht immer mitgedacht
Kurz gesagt:
Ein Freelancer passt gut, wenn du bereits eine klare Vorstellung hast, der Umfang überschaubar ist und du jemanden findest, der nicht nur „schönes Design“, sondern auch Struktur, Nutzerführung und Auffindbarkeit versteht.
3. Spezialisierter Webdesigner oder schlanke Agentur: oft ideal für KMUs
Viele kleine und mittlere Unternehmen brauchen keine riesige Agenturstruktur. Sie brauchen aber auch mehr als eine zusammengeklickte Baukasten-Website. Genau hier liegt der Bereich dazwischen: spezialisierte Webdesigner für KMUs oder schlanke Agenturen.
Typische Kosten:
- 1.500–6.000 € einmalig
- einfache 5-Seiten-Website oft im unteren bis mittleren Bereich
- umfangreichere 10-Seiten-Website, SEO-Struktur und Inhalte eher im mittleren Bereich
- laufende Betreuung zusätzlich möglich
Vorteile:
- professioneller als DIY oder reine Billiglösungen
- meist leistbarer als große Agenturen
- gute Kombination aus Design, Struktur, SEO-Grundlagen und Beratung
- persönlicher Ansprechpartner
- passend für KMUs mit realistischem Budget
Nachteile:
- nicht jeder Anbieter arbeitet gleich strategisch
- bei sehr großen Projekten können größere Teams sinnvoll sein
- du solltest genau prüfen, was im Paket enthalten ist
Kurz gesagt:
Diese Lösung ist für viele KMUs der beste Mittelweg: professionell genug, um Vertrauen aufzubauen und Anfragen zu erzeugen – aber ohne unnötig aufgeblasene Projektkosten.
4. Größere Agenturprojekte: sinnvoll bei komplexeren Anforderungen
Größere Agenturen werden vor allem dann interessant, wenn mehrere Spezialisten gebraucht werden: Strategie, UX, Design, Entwicklung, SEO, Tracking, Content, eventuell Schnittstellen oder individuelle Funktionen.
Typische Kosten:
- 5.000–15.000 €+
- bei Shops, Portalen oder Spezialfunktionen auch deutlich mehr
Kurz gesagt:
Größere Agenturprojekte lohnen sich vor allem bei umfangreichen Websites, mehreren Standorten, großen Inhaltsmengen, individuellen Funktionen oder wenn die Website Teil einer größeren Marketingstrategie ist.
Für viele kleinere KMUs ist das nicht immer notwendig. Wichtig ist nicht, möglichst teuer zu starten, sondern die passende Lösung für das eigene Ziel zu wählen.
Wovon hängen Website-Kosten wirklich ab?
Viele denken bei einer Website zuerst an das Design. Natürlich ist das wichtig. Aber der Preis entsteht nicht nur dadurch, ob etwas „schön aussieht“.
Die eigentlichen Kosten entstehen durch Planung, Struktur, Inhalte, technische Umsetzung und laufende Qualität.
Design: Vorlage oder individuell?
Eine Website auf Basis einer Vorlage ist günstiger als ein individuelles Design. Das ist nicht automatisch schlecht. Gerade für kleinere KMUs kann ein gut angepasstes Template völlig ausreichend sein.
Teurer wird eine Website vor allem dann, wenn das Design individuell zur Marke passen soll, mehrere Seitentypen geplant werden oder besondere Effekte wie Animationen hinzukommen. Auch der Anspruch, sich optisch deutlich von Mitbewerbern abzuheben, erhöht den Aufwand.
Teurer wird es, wenn:
- ein individuelles Layout erstellt wird
- das Design exakt zur Marke passen soll
- mehrere Seitentypen geplant werden
- Animationen oder besondere Effekte gewünscht sind
- die Website sich deutlich von Mitbewerbern abheben soll
Wichtig:
Schönes Design allein bringt keine Kunden. Gute Gestaltung muss Vertrauen schaffen, den Nutzer führen und die wichtigsten Informationen schnell verständlich machen.
Umfang: Wie viele Seiten brauchst du wirklich?
Eine Website mit drei Unterseiten ist schneller erstellt als eine Website mit zehn oder zwanzig Seiten. Mehr Seiten bedeuten mehr Struktur, mehr Texte, mehr Bilder, mehr Abstimmung und mehr technische Umsetzung.
Typische Seiten für eine KMU-Website:
- Startseite
- Leistungen
- einzelne Leistungsunterseiten
- Über uns
- Referenzen oder Projekte
- Kontakt
- Ratgeber oder Blog
- Impressum und Datenschutz
Gerade Leistungsunterseiten sind wichtig, wenn du später bei Google für konkrete Angebote gefunden werden möchtest. Eine einzige Seite mit „Unsere Leistungen“ reicht oft nicht aus, wenn du mehrere unterschiedliche Leistungen anbietest.
SEO: Wird deine Website gefunden?
SEO bedeutet nicht, einfach ein paar Keywords in den Text zu schreiben.
Für eine neue Website sind vor allem eine klare Seitenstruktur, verständliche URLs, sinnvolle Überschriften, gute Ladezeiten, mobile Optimierung und interne Verlinkungen wichtig. Dazu kommen Texte, die echte Fragen beantworten, sowie technische Grundlagen wie die Indexierbarkeit durch Google.
Wenn SEO von Anfang an mitgedacht wird, kostet die Website meist mehr. Dafür vermeidest du aber, dass später alles umgebaut werden muss.
Häufiger Fehler:
Erst wird günstig eine Website gebaut. Danach merkt man, dass sie bei Google kaum auffindbar ist. Dann müssen Struktur, Texte und Technik nachträglich überarbeitet werden. Das ist oft teurer als eine saubere Planung von Beginn an.
Inhalte: Wer schreibt Texte und bereitet Bilder auf?
Viele unterschätzen den Aufwand für gute Inhalte. Aber genau hier entscheidet sich oft, ob eine Website funktioniert.
Gute Inhalte erklären klar, was dein Unternehmen anbietet, für wen die Leistung geeignet ist, wie die Zusammenarbeit abläuft und warum man dir vertrauen kann. Besonders hilfreich sind auch grobe Preisorientierungen und ein klarer nächster Schritt, zum Beispiel eine Anfrage oder Beratung.
Wenn ein Anbieter diese Inhalte mitdenkt, kostet das mehr. Aber es erhöht auch die Chance, dass die Website nicht nur gut aussieht, sondern verkauft.
Beispiel:
Schlechte Website-Texte klingen oft so: „Wir sind Ihr kompetenter Partner für individuelle Lösungen.“
Das sagt fast nichts aus.
Besser ist: „Wir helfen kleinen Unternehmen in Oberösterreich dabei, eine Website aufzubauen, die verständlich erklärt, Vertrauen schafft und konkrete Anfragen bringt.“
Funktionen: Was soll die Website können?
Eine einfache Website ist günstiger als eine Website mit zusätzlichen Funktionen.
Zusätzliche Funktionen wie Kontaktformulare, Terminbuchung, Newsletter-Anmeldung, Mehrsprachigkeit, Downloads, interaktive Rechner, Online-Shop oder Schnittstellen erhöhen den Aufwand. Nicht jede Funktion ist notwendig – entscheidend ist, ob sie dem Nutzer hilft oder dir Arbeit abnimmt.
Nicht jede Funktion ist notwendig. Für viele KMUs reicht am Anfang eine klare Website mit gutem Kontaktweg. Aber wenn Funktionen sinnvoll eingesetzt werden, können sie viel Arbeit sparen und mehr Anfragen bringen.
Wartung: Was passiert nach dem Launch?
Eine Website ist nach dem Launch nicht „fertig für immer“. Je nach System braucht sie regelmäßige Pflege.
Zur laufenden Betreuung gehören je nach System Sicherheitsupdates, Backups, technische Kontrollen, kleinere Textänderungen, neue Bilder oder Projekte, Formularprüfungen und gelegentliche SEO-Optimierungen. Auch Datenschutz- oder Cookie-Hinweise sollten regelmäßig überprüft werden.
Nicht jede Funktion ist notwendig. Für viele KMUs reicht am Anfang eine klare Website mit gutem Kontaktweg. Aber wenn Funktionen sinnvoll eingesetzt werden, können sie viel Arbeit sparen und mehr Anfragen bringen.
Wichtig:
Gerade bei WordPress-Websites ist laufende Wartung wichtig. Bei anderen Systemen ist der technische Aufwand oft geringer, dafür können andere Kosten entstehen.